Auf einem Futon asiatisch schlafen

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Datum: April 22, 2012
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Kategorien: Japan Shopping, Möbel

Ein Futon sorgt für japanisches Flair in Europas Schlafzimmern. Neben mehr Komfort bietet er zusätzlich ein attraktives Design. Eine Unterlage und eine Bettdecke ergeben die klassische japanische Schlafgelegenheit. Um die Pflege zu vereinfachen, werden in Deutschland auch Naturmatratzen angeboten, die – anders als in Japan üblich – zusätzlich zur Baumwolle noch weitere Naturfasern enthalten. Bettgestelle, die extra niedrig sind, geben dem Ganzen dann doch noch einen typisch europäischen Touch.

Die richtige Schlafunterlage zu finden, ist gar nicht so leicht. Sie muss bequem sein, gut belüftet und soll im Idealfall auch noch gut aussehen. Eine überaus stilvolle Möglichkeit, seinen wohlverdienten Schlaf zu verbringen, bieten die japanischen Futons. Obendrein bringen die asiatischen Schlafstätten japanisches Flair in jede Wohnung. Eine Schlafmöglichkeit wie in Japan, der Futon, setzt sich mindestens aus zwei Teilen zusammen, aus dem Shiki-Buton, einer Schlafunterlage, und aus dem Kake-Buton, einer Bettdecke. Dieser Kake-Buton ist meist rechteckig, kann aber auch Kimono-Form haben. Dann sind auch Ärmel und ein Kragen Teil des ebenso Yogi genannten Kake-butons. Der Shiki-Buton zuunterst ist mit Baumwolle gefüllt und von einer Hülle ebenso aus Baumwolle oder sogar aus Seide umgeben. Die Unterlage ist einen Meter breit, 10 cm hoch und etwa 180 cm lang.

Ein Bett wie es in der westlichen Welt bekannt ist, ist in Japan unüblich. Der Futon liegt direkt auf dem mit Tatami ausgelegtem Fußboden und wird tagsüber zusammengelegt und verstaut. Die 4,5 oder 5,5 cm dicken Matten aus Reisstroh, die Tatami, werden meistens nie mit Schuhen betreten. Der „Stoffkörper“, Futon, beschreibt den gesamten Schlafbereich der Japaner. Das Wort selbst kann auch für eine Decke gebraucht werden. Die Futons aus Japan setzen sich aus mehreren Baumwolllagen zusammen. Dies hat jedoch zur Folge, dass der Futon sehr viel Pflege bedarf und tatsächlich jeden Tag zusammen- und auseinander gerollt werden muss. Dies wäre unabhängig von dem japansichen Ritual nötig, ihn täglich zusammen zulegen und zu verstauen. In Europa zieht man indes meistens einen festen Schlafbereich vor. Eine andere Zusammensetzung des Futons kann hier Abhilfe schaffen.

Mischt man zusätzlich Materialien hinzu, die eine gute Belüftung ermöglichen, wie z. B. Kokos, ist der Futon ungleich pflegeleichter. Er muss in diesem Fall nur noch alle 14 Tage gewendet werden. Hinzu kommt, dass Europäer andere Schlafgewohnheiten haben als Japaner und damit auch andere Anforderungen an die ideale Schlafstätte stellen. Ein Mix aus mehreren Fasern kommt diesen Ansprüchen im Regelfall besser nach.

Genauer müsste man dann nicht mehr von Futons im klassischen Sinne, sondern von Naturmatratzen sprechen. Neben Baumwolle und Kokos können sich diese Naturmatratzen auch aus weiteren natürlichen Materialien wie Schafwolle, Rosshaar, Hanf und Natur-Latex zusammensetzen. Im Regelfall werden Baum- oder Schafwolle mit den Zusatzmaterialien kombiniert. Ebenso können jedoch Schaf- und Baumwolle sinnvoll miteinander gemischt werden. Auf Naturmatratzen ist gesundes und zugleich bequemes Schlafen kein Wunschtraum mehr. Sie können individuell gestaltet werden, sind jedoch auch in zahlreichen Standardmodellen verfügbar.

Das mit Futons übliche Schlafen dicht am Boden wird in Europa mit dem Futonbett imitiert. Sehr niedrige, stilvolle Bettgestelle, deren Rand nicht höher ist als die Matratze selbst, sollen für echtes Futon-Gefühl sorgen. Mit dieser Kombination aus Naturmatratze bzw. Futon und stillvollem Bettgestell müssen die Europäer ihre Schlafgewohnheiten nur minimal ändern und können dennoch von den Vorteilen eines Futons profitieren.

Angefangen bei einem soliden Auflagesystem für den Futon oder die Naturmatratze bis hin zum ausgefeilten Designermodell gibt es mittlerweile zahlreiche Futonbetten. Die Futonkunst ist zwar nicht ganz preiswert. Doch wert ist sie es allemal. Schließlich schlafen wir ein Drittel unseres Lebens. Die Futonbetten können ganz nach Belieben gewählt werden, egal ob helles oder dunkles Naturholz, Einzel- oder Doppelbett. Im Vergleich mit den sonst in Europa anzutreffenden Bettmodellen ist ein Futonbett ein ausgesprochen schöner und zeitloser Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstand – egal auf solides Basismodell oder Designerausgabe.

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